Moin und willkommen zum Spielbericht.

 

Das zweite Spiel stand für die Jungs vom FC an- gegen RE United. Das Wetter hatte sich in der Woche wieder rapide verschlechtert. Der Winter kehrte leicht zurück und es war ungewiss, ob gespielt werden würde. Doch der Spieltag in der HFG wurde planmäßig durchgeführt. Der FC hatte das dritte und letzte Spiel auf dem Schimmel. Der Platz sah durch die vorherigen Spiele und dem Tauwetter nicht gerade gut aus. Viele würden sagen, dass Dresden 45 ebener war als der Acker. Die personelle Lage war im Gegensatz zur letzten Woche top. Man hatte 16 Mann zur Verfügung und die Fanbase war trotz Kälte auch vor Ort. Man hatte sich mit Wasserkochern und Tee eingedeckt, um alle bei Laune zu halten. In der Kabine wurde vom Coach alles nötige angesprochen und er schenkte der siegreichen Elf von letzter Woche sein Vertrauen. Wir wählten noch unseren Kapitän und Co.-Kapitän und danach ließen wir von unserer Top- Fotografin unser Mannschaftsfoto schießen und begrüßten die Gegner.

Startelf vom 18.03.2018

Sofort ging es los- zunächst versuchte man Ruhe in den Aufbau zu bekommen und Ballsicherheit herzustellen, ohne Erfolg. Natürlich war der Platz alles andere als super, aber man hatte weder den Biss noch den Kampfwillen, um den Gegner am Spielaufbau zu ärgern. So überließ man United das Heft und das rächte sich direkt in der 3 Minute. Eine Ecke für United schlug am kurzen Pfosten ein, obwohl Markus R. am Pfosten stand und Jascha und Kim den eingelaufenen Gegenspieler deckten. Der Ball kam durch drei Mitspieler vorbei und Marco konnte nur noch reflexartig den Ball nach oben heben, was aber nicht viel brachte. Der Ball ging direkt unter die Latte und somit lag man bereits kurz nach Anpfiff wiedermal 1:0 hinten. Die mangelnde Kommunikation und die fehlende Konzentration waren große Ausschlaggeber.
Zu oft klingelte es schon nach Standardsituationen, meistens nach einem Eckball. Doch diesmal war es einfach nur unnötig. Es war nun die Moral gefragt genauso wie schon gegen Koffiebar, doch davon war nicht viel zu sehen. United versuchte kein großartiges Passspiel aufzuziehen und suchte permanent den schnellen Mittelstürmer, der stets auf den langen Ball wartete. Kim hatte im Mittelfeld den Ball und suchte für einen neuen Spielaufbau mit einem Rückpass zu Kevin neue Ruhe. Der Pass war jedoch sehr unglücklich und unpräzise. Der stehende Kevin, der vor Schock den Ball Meter weit an sich vorbei laufen sah, konnte es nicht glauben. Kim spielte hinter die Abwehrreihe den Stürmer von United mustergültig an und der lachte sich eins ins Fäustchen und bedankte sich herzlich bei Kim. Marco rannte sofort aus dem Kasten, doch es war einfach zu spät. Wie schon gegen Koffiebar wurde er im 1 gegen 1 geschlagen. Damit stand es für den Gegner nach 5 Minuten 2:0. Die Ausgangslage war nun beschissener als je zuvor. Was läuft hier, was war hier los?? Nichts lief wie eine Woche zuvor. Es gab keinen Zugriff und auch keine Kampfbereitschaft. Man ließ sich hier vorführen und man fragte sich, wie man nach dem Spiel gegen Koffiebar so auftreten konnte. Man ließ die Köpfe jedoch nicht hängen und versuchte sofort Anschluss an die Partie zu bekommen. Man merkte aber die Schwerfälligkeit und die Verunsicherung. Buercelona kam nicht wirklich zwingend vor den Kasten, doch ganz anders lief es bei United. Die langen Bälle fanden nun immer mehr Einzug im Spiel von RE. Somit hatte der Gegner keine 10 Minuten nach dem 2:0 die Chance auf das 3:0. Wieder konnte der Stürmer über die Abwehrreihe angespielt werden und nun ging es wieder ins 1 gegen 1 mit Marco. Doch diesmal hatte Marco das glücklichere Ende für sich. Er rannte bis zur Strafraumlinie raus, zog die Zeit mit sich und verunsicherte so den Gegenspieler. Dieser plante einen Lupfertor, doch der Ball ging in die Arme von Marco. Glück gehabt. Diese Situationen sollten sich noch öfters ergeben. Der Stürmer war allerdings auch oft im Abseits, doch der Schiri hatte an dem heutigen Tag nicht sein bestes Spiel- aber dazu kommen wir noch. Nun gab es eine kleine Drangphase vom FC, indem man sich auch mit Torschüssen nähern konnte. Einige waren auch sehr vielversprechend, doch der gegnerische Torhüter hielt sehr gut und zeigte dass Verlass auf ihn ist.

In der 19 Minute kam der erste Wechsel zu Stande. Markus Meese kam für Jascha, der heute den rechten Flügelspieler gab. In der 20 Minute konnte man wieder gefährlich vor dem Tor auftauchen. Marvin bekam einen guten Ball durch die Schnittstelle der Abwehr und rannte nun alleine auf den Torhüter zu. Der Abwehrspieler konnte nur noch das Foul im 16er ziehen und damit einen Elfmeter für Buercelona verursachen. Das Foul war unstrittig und nun wartete man auf die Entscheidung des Schiris, der nur lediglich den Elfmeter gab und keine Karte. Zuvor wurden schon grobe Fouls gegen den FC nicht abgepfiffen, aber auch United hatte Fehlentscheidungen hinzunehmen.
Zurück zum Elfmeter. Kevin nahm sich den Ball und hämmerte das Ding in die Maschen. Somit konnte man wieder kurz aufatmen und weiter hoffen. Buercelona versuchte noch aktiv auf das 2:2 zu spielen, doch die Leichtigkeit fehlte. Coach Striemann hat dann in der 28 Minute einen weiteren Wechsel vorgenommen. Sascha kam für Hendrik und sollte die Offensive mehr beleben. Zwar spielte sich nun mehr in der Hälfte des Gegners ab, doch das sollte die Torchancen für United nicht verringern. So kam der Stürmer wieder durch einen langen Ball vor das Tor von Marco. Diesmal war er mindestens 2 Meter im Abseits, doch wieder blieb der Pfiff aus. Die Abwehrreihe hatte das Nachsehen und so kam es wie zuvor zum Duell mit Marco. Der machte das gleiche Spiel wie schon beim letzten Versuch und blieb lange an der Strafraumkannte stehen. Der Stürmer versuchte es erneut mit einem Lupfer, doch Marco konnte den Ball gerade noch nach oben abwehren und hinter sich auffangen. Das hätte das Tor für RE sein müssen. Diese Fahrlässigkeit wird United noch bereuen. Im Gegenzug konnte Buercelona sich vorne gefährlich einschalten. Eine Kombination mit Meese, Marvin und Marcel ließen der Abwehrreihe keine Chance. Marcel kam zentral im 16er zum Abschluss und schoss auf den kurzen Pfosten. Der Ball flog perfekt und man bereitete sich schon aufs Jubeln vor. Doch dann ein klarer Fall von „denkste“. Marvin klärte den Ball für United, da er mit vollem Körper in Schusslinie stand. Der Ball traf ihn volles Pfund und somit kam der Abseitspfiff für RE. Wie man die Bohnenstange anschießen konnte weiß keiner, doch der Strich in der Landschaft verhinderte das 2:2.
Man wollte nun unbedingt mit einem Unentschieden in die Pause, die Chancen und Abschlüsse erhöhten sich, doch entweder war es nicht genau genug oder der Torhüter zu gut. Nun war wieder ein langer Ball durch den Gegner dran, wieder funktionierte es und schon wieder sah es verdammt nach Abseits aus. Die Abwehr sah bei diesen langen Bällen selten gut aus. Die Abstände waren einfach zu groß und die mangelnde Kommunikation verhinderte eine Feinabstimmung. Der Ball ging diesmal auf den linken Flügel von RE, Sven war zu weit aufgerückt und musste den Spieler ziehen lassen. Kevin kam noch rechtzeitig an, um den perfekten Laufweg zu stören. Doch der Spieler konnte den Ball noch ins Zentrum spielen. Dort stand die 25 frei und machte sich auf den Weg zum Elfmeterpunkt. Marco kam sofort raus und drängte ihn nach rechts ab. Den Ball konnte er nicht mehr erwischen und so hätte der Stürmer den Ball nur noch einschieben müssen- wäre da nicht Karsten gewesen, der den Matschschlitten auf Hochtouren brachte. Die Grätsche konnte den Ball vom Fuß spitzeln und zur Ecke klären. Eine sehr sehr wichtige Aktion. Karsten brauchte dann erst einmal eine Minute zum Verschnaufen und chillte daher ein wenig in der Matsche rum. Die Ecke brachte nichts ein und auch danach kamen keine erwähnenswerten Situationen mehr. Man ging wie die Woche zuvor mit einem 2:1 Rückstand in die Pause. In der Kabine gab es dann einen warmen Tee und viel zu besprechen. Unser Coach war fassungslos. Auch das Team saß getrübt und verwundert in der Kabine. Was war in den letzten 45 Minuten passiert und wieso ließ man sich so vorführen? Man besprach einige Dinge und stellte nochmal um, bevor es in die zweite Hälfte ging. Basti musste gehen und somit kam Jascha wieder in die Formation zurück.

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Die zweite Hälfte sollte ruppiger und mit vielen fragwürdigen Entscheidungen bestückt sein. Buercelona war nun wacher als zu Beginn der ersten Hälfte. Man nahm sofort das Heft in die Hand und spielte zielstrebiger nach vorne. United behielt die Taktik mit den langen Bällen bei. Das Spiel von Buercelona wurde besser, aber nicht schöner. Man versuchte viel über Doppelpässe und den Ball laufen zu lassen, was aufgrund der Platzverhältnisse nicht einfacher war. Es ging nun viel über die Flügel, ob über Karsten und Meese rechts oder über Jascha und Sascha links. Immer wieder konnte man sich gut einschalten und bis zum Strafraum durchkombinieren. Leider fehlte dann der letzte Pass oder die zwingende Aktion zum Torabschluss. Wenn man mal durchkam, konnte der Keeper die Sache entschärfen. Man versuchte zunehmend aus der zweiten Reihe gefährlich zu werden- doch auch das brachte nicht viel ein. Das Spiel wurde nun auch körperbetonter und immer mehr Fouls wurden gezogen. Der Schiri lies es entweder weiter laufen oder pfiff total kleinlich. Die Fehlentscheidungen auf Kosten von Buercelona häuften sich. Natürlich ist das Empfinden sehr parteiisch, aber sogar der Gegner sagte oftmals, dass das nichts war. In der 62 Minute konnte United sich durch einen langen Ball wieder bis zum Strafraum durchackern. Diesmal stand die Abwehr aber besser und war permanent mit im Geschehen. Der Stürmer von RE wurde von Karsten und Markus im Strafraum gedoppelt und rannte nun auf den kurzen Pfosten zu, wo Marco schon parat stand. Diesmal versuchte er nicht den Abschluss, was auch dumm gewesen wäre, sondern spielte den Ball ins Zentrum. Dort stand sein Mitspieler bereit, um ins leere Tor zu schießen. Der kleine Jascha kam schon wie Karsten in der ersten Hälfte angekesselt und grätschte das Ding von seinen Füßen. Der Ball kullerte Richtung Pfosten, wo Marco gerade hin wollte, bevor Sven den Ball Richtung Aus klären konnte.
Wäre hier das 3:1 gefallen, wäre das Spiel wohl entschieden gewesen. Die 11 von Buercelona waren nun besser im Spiel drin und nahmen den Kampf an. Die körperliche Robustheit und die Laufbereitschaft nahmen wesentlich zu. In der Folge kam die beste Gelegenheit für den FC. Man kombinierte wieder gut bis zum 16er vor, wo Marcel ( meine ich zumindest ) den Ball zum langen Pfosten flankte. Der eingelaufene Marvin konnte den Ball völlig frei gegen die Laufrichtung des Torhüters aufs Tor köpfen. Leider klatschte der Ball nur gegen die Latte. Es war die beste Chance, doch unsere Chancenauswertung war einfach grauenhaft. Jeder hätte sich unser Kopfballungeheuer Upadek gewünscht, doch der war diesmal nicht zur Stelle. Der Coach brachte nun seinen letzten Joker ins Spiel. Phil kam in der 67 Minute für Jascha und sollte die Offensive verstärken. In der 72 Minute stellte der Schiedsrichter, zur Verwunderung von allen anderen, fest dass er doch Karten dabei hat. Wie es sein musste, ging diese natürlich an Lila. Marvin zog das Foul durch einen Rempler im Mittelfeld. Meese bewarb sich zudem auch auf eine Gelbe Karte, als er links außen im Laufduell zu viel mit den Armen arbeitete, dies gepfiffen wurde und er sich danach lauthals beschwerte. Die Härte und Frustration wurde spürbar. Mehrfach wurden die Lilanen im Mittelfeld robust weggetackelt. Überhastetes Einsteigen von der Seite und von hinten wurde jedoch nicht vom Schiedsrichter geahndet. Im Gegenzug wurde aber ein Foul gepfiffen, was keiner verstand. Ein weiterer langer Ball schickte den Stürmer rechts außen durch, doch Markus R. war zur Stelle und konnte den direkten Abschluss verhindern. Der Stürmer passte ins Zentrum, doch bevor das Spiel weiter lief, gab es mal wieder den Pfiff vom Schiri. Dieser hatte ein Foulspiel von Markus R. gesehen und somit völlig zu Unrecht einen Freistoß am 16er gegeben. Der Freistoß brachte aber nichts ein und der nachträgliche Klärungsversuch endete im Toraus. Obwohl hier der Stürmer zuletzt dran war, gab es eine Ecke für RE. Man wurde nun immer unzufriedener und konnte die Entscheidungen nicht nachvollziehen. Die Ecke wurde im Anschluss von Marco pariert und somit brachen die letzten Minuten an.

Nächster Wechsel erfolgte in der 86 Minute. Kevin ging und Jascha kam. Man merkte nun das United das Ding über die Zeit bringen wollte. Man hatte nur noch Befreiungsschläge und kaum Zugriff aufs Spiel. Dank des gegnerischen Torwarts hat das für den Gegner bis hierhin gereicht. Der eingewechselte Phil hatte noch eine gute Chance zum Abschluss zu kommen, aber er traf im 16er leider nur den Gegner anstatt den Ball und so kamen noch paar Minuten Behandlungszeit drauf. Man gab nicht auf und presste weiter nach vorne, um irgendwie den Ausgleich zu schießen. In der 90 Minute passierte das Unvorstellbare. Marvin wurde stark bedient und rannte nun alleine auf den Torhüter zu. Der mitgelaufene Verteidiger konnte nur noch die Notbremse ziehen und man sah, wie Marvin durch den 16er flog. Ein ganz klarer Elfmeter! Der Nachschuss von Marcel ging aufs Tor, war aber zu unpräzise und jeder schaute den Schiri an. Dieser machte keine Anstalten den Elfmeter zu pfeifen. Es war eine Karte fällig und der Strafstoß, doch wieder passierte nichts.
Die Gemüter brodelten nun und alle beschwerten sich. Marvin war so aufgebracht, dass er nur noch am Fluchen war und den Platz verließ. Man wechselte dann noch schnell Kevin für Marvin ein, was Folgen für United haben sollte. Die Nachspielzeit lief an und in der 92 Minute konnte Kevin einen starken Pass auf den hinein laufenden Phil spielen, der am kurzen Pfosten das 2:2 einschob. In der letzten Sekunde belohnte man sich noch für den Aufwand. Nach dem Anstoß wurde das Spiel auch abgepfiffen.

Jeder freute sich und alle waren glücklich, nicht verloren zu haben. Die turbulente zweite Halbzeit hatte gezeigt, dass es auch mit Willenskraft geht. Natürlich muss man sich hier wieder an die eigene Nase packen und hinterfragen, was in der ersten Hälfte lief. Doch zu groß war die Freude des Unentschiedens. Nun konnte man auch den Ärger über den Schiri seinen freien Lauf lassen. Dieser hatte es eindeutig versäumt das Spiel zu beruhigen, indem er frühzeitig eine klare Linie pfeift und auf beiden Seiten Karten verteilt. Coach Striemann war noch so wütend, dass er in den Aufenthaltsraum stürmte und sich lautstark über die Leistung des Schiris beschwerte. Er bemängelte dass die Spieler nicht ausreichend geschützt worden sind und grobe Fouls zu verheerende Verletzungen hätten führen können. So hatte man ihn selten erlebt. Jeder weiß dass er gerne Monologe betreibt, aber dermaßen laute und aufgebrachte Worte sind dann doch so selten wie Phils Tore. Was soll´s! Man versuchte sich noch zu beruhigen und sich über das 2:2 zu freuen. Der Gegner hingegen war alles andere als happy und so aufgebracht darüber, das Spiel aus der Hand gegeben zu haben.

Am Ende bleibt ein glückliches Unentschieden und ein Spiel, was man sich selbst schwer machte. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich jeder Gedanken macht und die nächsten Spiele nicht auch in den ersten Minuten zur Katastrophe werden. Nächste Woche geht’s gegen SG König Ludwig auf den Wacker. Bis dahin wünsche ich noch eine schöne Woche, Hakuna Matata.

 

 

Bester Spieler

Spieler des Tages vom 18.03.2018


Euer Marco

   
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