Mit Mann und Maus gegen den Punktverlust

 

Am vergangenen Sonntag (30.06.18) traten die Jungs vom FC gegen S.Y. Brassert an.Am Vortag konnte man noch gemeinsam das Kneipenturnier genießen, wo mit dem Anhang gemütlich gekickt und getrunken wurde. Das Wetter war ebenfalls wieder warm und sonnig. Die Jahre zuvor konnte man nach dem Kneipenturnier immer Punkte im Ligabetrieb einsammeln, dieses Jahr sollte es nicht klappen. Wie am Vortag erzielte der FC auch am Spieltag keine Tore.
Der Coach kam aus seinem Kurzurlaub wieder und stellte die Mannschaft direkt auf den Gegner ein. Wir hatten genug Leute zur Verfügung sodass einige Auswechselspieler an der Seitenlinie Platz nehmen durften. Die Fanbase und Partner waren ebenfalls wieder dabei. Sie nahmen auf der Wiese ihre Plätze ein und genossen die Sonne statt das ungenießbare Spiel von Buercelona.

Die Aufstellung (siehe Bild) wurde diesmal wieder mehr auf das Mittelfeld und die Offensive ausgerichtet, was am Ende zu keinen positiven Folgen für den FC führte. Beide Mannschaften begrüßten sich und Markus durfte mit der Seitenwahl beginnen, falls er die Pfeife vom Schiri findet und NEIN er hat sie wieder nicht gefunden. Deswegen blieb Brassert auf ihrer Hälfte, was wegen dem starken Wind ein großer Vorteil war und wir durften den Anstoß ausführen. Man merkte früh, dass wir heute vom Kopf her eher langsam unterwegs waren und es viele Abstimmungsfehler gab. So kam es immer wieder zu Ballverlusten beim Spielaufbau. Brassert machte es deutlich besser. Sie pressten und attackierten den ballführenden Spieler sofort bei der Ballannahme. Sie spielten dann zügig nach vorne und probierten es oft mit langen Bällen, die mit dem starken Wind natürlich noch gefährlicher wurden. Die Abwehrreihe mit Markus, Sven und Karsten hatten viel zu tun und die 6er, wenn sie dann da waren, unterstützen die Abwehr in der Rückwärtsbewegung.
Auch Marco bekam zunehmend mehr Arbeit. Die meisten Bälle konnten wir abfangen, da Markus, Sven oder Karsten den Ball blockten und Marco ihn aufnehmen konnte. Bei einer Situation war die mangelnde Kommunikation dann fast für ein Gegentor verantwortlich. Markus blockte zentral den Stürmer und der herauslaufende Marco vergaß, dass er Stimmbänder besitzt. Dadurch lief er fast Markus um, der im letzten Moment den Ball nach außen spielte. Der Torhüter des FCs hätte den Ball leicht aus der Luft pflücken können, doch so machte das Duett es für die Zuschauer nochmal spannend. Der Druck wurde nun immer stärker und die Abwehr bekam zunehmend mehr zu tun. Von der Offensive war wenig bis gar nichts zu sehen. Es sollte am Ende der ersten Halbzeit keine gute Chance zu Buche stehen. Lewan, der nach langer Abstinenz das Team mit seiner Anwesenheit beehrte, spielte mit Sascha auf der sechs und versuchte permanent die Leute zu koordinieren. Das gelang ihm leider zu selten und endete schnell in Fehlpässen, da die Abstimmung und das Verständnis füreinander nicht gegeben waren. Somit waren die beiden auch permanent mit der Defensive beschäftigt.  Von der Mitte bis zum Ende der ersten Halbzeit sollte das Verteidigen von Standards auf dem Programm stehen. Brassert bekam nun zunehmend Freistöße und Ecken zugesprochen, die aus dummen aber auch notwendigen Fouls resultierten. Durch den Wind mussten wir besonders auf die Flugeigenschaften achten und waren doppelt gewarnt.  Die Freistöße blieben zwar ungefährlich, doch die Ecken wurden immer wieder zu einer Gefahr. Die besten Gelegenheiten hatte Brasster nach Eckstößen. So konnte einer der Stürmer nach einem Klärungsversuch den Ball im Strafraum annehmen und suchte sofort den Abschluss. Marco war aber zur Stelle und konnte den Ball vom kurzen Pfosten zu einer weiteren Ecke abwehren. Diese zog sich immer weiter und länger zum zweiten Pfosten, wo Marco noch mit den Fingerspitzen an den Ball kam und somit den Stürmer irritierte, der den Ball anders eingeschätzt hatte. Es wurde nun zunehmend enger, aber noch standen wir nach den Standards sehr gut zusammen, was schon mal ein Pluspunkt war. Die letzte gute Chance für Brassert folgte wieder nach einem Eckball. Dieser landete wieder am zweiten Pfosten wo diesmal der Stürmer von Brassert als erstes in den Ballbesitz kam und das Leder Richtung kurzen Pfosten schickte. Karsten stand aber Gold richtig und konnte das Ding von der Linie befördern. Danach war nicht mehr viel los. Marco ließ sich nochmal vom Ball verarschen, weil er es nicht schaffte, einen langen Ball mit der Brust zu stoppen. Der Ball sprang mit dem Eigenspinn auf die Brust und verabschiedete sich dann über den Kopf Richtung Toraus. Der desorientierte und überraschte Marco drehte sich dann mehrfach um die eigene Achse um dann festzustellen, dass der Ball weg war. Tja, es gibt einfach Sachen, die man nicht kann und dann auch lassen sollte. Zum Glück brachte die Ecke nichts ein, sodass es zu null in die Pause ging.

Der Coach versammelte die Truppe, um die Schrauben für die zweite Hälfte zu drehen. Man war sich einig, dass die Abstimmung und das fehlende Offensivspiel die Jungs von Brassert immer wieder einluden, sich den Ball zu holen. Nochmal 45 Minuten auf ein Tor wird bestimmt nicht gut für uns ausgehen. Also mussten wir nun endlich probieren, unser eigenes Spiel aufzuziehen. Der Trainier wechselte Jascha für Niklas ein, um auf außen mehr Druck zu bekommen und Niklas mal eine Verschnaufpause zu geben. Bei den Temperaturen war ein großer Kraftakt nötig, der viel Wasser beanspruchte.
Die zweite Hälfte begann mit ein wenig mehr Spielanteilen für Buercelona. Wir konnten nun öfters in der Hälfte des Gegners verweilen, konnten aber immer noch nicht gefährlich vor das Tor treten. Brassert hatte nun nicht mehr so viel Ballbesitz, kombinierte sich aber trotzdem immer öfters vor das Tor. Auch die Standards sollten nicht abreißen. In der 60 Minute kam dann Dirk für Jascha aufs Feld, um ein Zeichen für die Offensive zu setzten, die bis dato immer noch keinen Torschuss verbuchen konnte. Wir konnten uns nun oft über die Flügel freispielen. Doch zu selten kamen gute Flanken, die für Torgefahr sorgen konnten. Die beste Chance im ganzen Spiel hatte Sascha. Links außen wurde dem FC ein Freistoß zugesprochen, den Sascha zum langen Pfosten beförderte. Der Ball knallte gegen das Aluminium und sprang leider über das Tor hinweg ins Aus. Es war die beste Möglichkeit mal wieder ein Tor zu erzielen- verdient wäre der Treffer jedoch nicht. Jetzt war aber wieder Brassert am Zug und es sollte hinten wieder enger werden. Die erste dicke Möglichkeit hatte man mit einem Pass über den Flügel. Der Stürmer hatte nur noch Sven vor sich, der den Ball vom Gegner abschirmte und auf Marco wartete. Dieser kam aus dem Kasten heraus und schmiss sich hin, um den Ball auf zu nehmen. In diesem Moment kam der Stürmer um Sven herumgelaufen und nahm den Ball mit. Der Block war somit hin. Mit unkontrolliertem Ballbesitz streifte er den Keeper am Kopf, wodurch der Stürmer ins hinken kam. Der Ball kullerte dann noch gerade ins Toraus und es gab Abstoß.  In der 65 Minute musste Markus dann raus, da er sich verletzte. Damit mussten wir hinten wieder umstellen. Niklas kam für die rechte Seite, Sven rückte ins Zentrum und Basti auf die linke Seite. Die nächste Gelegenheit leitete Karsten ein. Karsten bekam außen den Ball und wurde direkt vom Gegner angelaufen.  Da keine anderen Anspielstationen gegeben waren, entschied er sich für einen hohen und langen Rückpass zu Marco- dumm nur, dass er nie ankam und beim Gegner landete. Dieser hatte nun freie Fahrt auf das Tor. Der Keeper ging raus und blieb lange stehen. Beim Schuss auf den langen Pfosten konnte Marco den Ball noch mit seinem Fuß abwehren, bevor Sven ihn dann nach vorne pöhlte. Karsten entschuldigte sich und wies auf keine andere Alternative hin, was der Torhüter anders sah und ihm versuchte das Seitenaus schmackhaft zu machen. Brassert witterte nun Morgenluft und probierte es nur einige Minuten später mit einem Gegenstoß durch die Mitte. Sven und Karsten versuchten dem Stürmer von Brassert den Ball abzunehmen, aber der probierte im 16ner noch den Flachschuss und prüfte abermals den Keeper, der den Ball um den rechten Pfosten lenkte. Die Ecken von Brassert waren nicht mehr so gefährlich wie in der ersten Halbzeit, wodurch viele Bälle im Vorfeld geklärt werden konnten.  Die beste Gelegenheit für Brassert nach einer Ecke konnte durch den Abwehrverbund gestoppt werden. Der Ball flog zentral in den Strafraum, wo es kurzzeitig ein Gerangel um den Ball gab. Brasserts Stürmer konnte sich irgendwie gegen drei Leute behaupten und den Ball zwischen den Leuten auf das Tor bringen, aber Marco stand passend und sicherte den Ball in seinen Armen.

Bisher war es das Spiel der Abwehr und des Keepers, die die Null noch hielten. Zur Abwechslung konnte die Offensive sich dann im gegnerischen Strafraum festsetzen und prüfte den Torwart, aber auch der war zur Stelle. Immer wieder wurden Phil, Marvin, Marcel und Niklas von Lewan angetrieben, aber es sollte nichts passieren. Der letzte Pass oder auch die unpräzisen Distanzschüsse von den Jungs brachte nichts ein, noch nicht einmal ein Hauch von Gefahr. Die letzte viertel Stunde Stand nun an und man brauchte nicht mehr lange für einen glücklichen Punktgewinn. In der Folge drückte Brassert nochmal, denn sie wussten, dass hier was zu holen war. Eine Offensivaktion um den 16er wurde durch einen Elfmeterpfiff belohnt. Der gegnerische Spieler schickte den Stürmer auf der rechten Seite im Strafraum los. Sven war bei ihm und konnte ihn dann nur noch mit einem Foul stoppen. Folgerichtig gab es einen Elfmeter und die gelbe Karte für Sven. Damit sollte der Rückstand besiegelt sein. Der Schütze trat zum Schuss an und Marco wartete auf den Pfiff des Schiris. Als dieser ertönte, blieb Steinert noch stehen und ließ den Stürmer anlaufen. Der Ball ging  in die Richtung des rechten Pfostens, doch der Keeper ahnte die Ecke und sicherte sich den Ball. Damit stand es weiterhin 0:0.
Wir mussten nun nur noch 12 Minuten durchhalten und  hätte gegen einen starken Gegner einen Punkt erkämpft. Wir stellten dann nochmal um: Phil rückte auf die Libero Position, Sven ging wieder  nach außen und Basti auf den Flügel. Phil konnte einige gut Bälle klären und zeigte, dass er das Potential als Abwehrspieler besitzt. Immer wieder rannte er die Gegner ab und klärte die Situation. In der 82 Minute sollte das Glück aufgebraucht sein. Wieder einmal kam der Gegner über die rechte Abwehrseite durch und prüfte mit einem Flachschuss den Keeper. Diesmal rettete aber der echte Pfosten. Der Ball sprang dann vom Innenpfosten zum langen Pfosten, wo der Flügelstürmer schon lauerte. Basti war zum Klären viel zu weit weg, wodurch der Stürmer freie Fahrt hatte. Das war’s- das 1:0 für Brassert. Es gab da nichts mehr zu halten und es war klar, dass es nun schwer werden wird noch ein Unentschieden zu holen. Coach Gisi brachte dann mit Julian noch einen Stürmer und setzte nun alles auf eine Karte. Leider kam keine zwingende Aktion mehr zu Stande. Die letzte Chance hatte Marvin. Ein langer Ball in den Strafraum suchte seinen Abnehmer und Marvin bot sich an. Marvin tauchte alleine vor dem Keeper auf, der aber im letzten Moment und knapp vor Marvin den Ball sichern konnte. Kurz darauf beendete der gute und starke Schiedsrichter die Partie. Eins war klar, die Jungs von Brassert hatten sich den Sieg verdient. Für den FC geht es weiter in einer Findungsphase, die zurzeit für Ratlosigkeit sorgt.

Jetzt geht es erst einmal in die Sommerpause. Einzig und alleine das Nachholspiel gegen Mengede (15.07.2018) ist noch zu spielen. Das Team und jeder einzelne Spieler sollte sich jetzt die Zeit nehmen und sich hinterfragen, was er tun kann, damit sich die Gesamtsituation wieder verbessert. Auch das Trainierteam / Mannschaftsrat muss mit der Analyse beginnen. Am Ende werden wir hoffentlich die richtigen Themen aufgreifen und klären können, damit wir unser Saisonziel nicht aus den Augen verlieren.

Das war´s von mir. Bis zum nächsten Mal, euer Marco.

Hakuna Matata

 

Bester Spieler

 

 

 

Verfasser: Marco Steinert
Fotos: Kerstin Steinert

 

 

   
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