Müder FC und slapstick Tor bringen dem KGV den Sieg

 

Nach mehr als einer Woche hab ich endlich die Zeit für den Bericht gefunden. Viel gibt es auch nicht zu schreiben. Neben dem altbewährten Problem der Leute und Aufstellung ist auch noch die abfallende Teilnehmerzahl zu beobachten. Einer der Gründe ist wahrscheinlich auch der unregelmäßige Spielplan der HFG, der durch die vielen Teamabmeldungen vom Spielbetrieb zu Stande gekommen ist. Neben RE United und Marlboru hat sich auch die Eintracht aus Mengede abgemeldet. Auch für die kommende Saison werden wir auf die Jungs aus Dortmund verzichten müssen und somit auf eine ungewisse Zukunft der HFG blicken.  Die Motivation war also schon mal besser, aber das musste man nun ausblenden.

Das Spiel ging relativ entspannt los und beide Mannschaften tasteten sich vorsichtig ab. In den ersten 10 Minuten kam keiner der Mannschaften gefährlich vor das Tor des anderen. Erst in der 11. Spielminute hatte Buercelona eine vielversprechende Situation, die man gerne annahm. Zur Abwechslung spielte der FC es sehr schnell und konnte nur durch ein Foul aufgehalten werden. Eine vielversprechende Freistoßsituation für unsere „Spezialisten“ Kim und Kevin. Der Ball lag ca. 6 Meter in halbrechter Position vor dem Strafraum. Nach dem Pfiff rannte Kim an und überlief den Ball. Der nachrückende Kevin zimmerte das Leder auf den kurzen Pfosten, wo der Ball dann nur noch durch das Tornetz aufgehalten werden konnte. Da sah der Keeper nicht gut aus, der anscheinend auf eine Flanke von Kim spekulierte. Somit verbuchte Kevin sein nächstes Freistoßtor und netzte zum vierten Mal ein- es sollte nicht sein letztes Tor sein.
Die Führung hielt aber nur eine ganze Minute, da man dem Gegner zu viel Raum herschenkte. Nachdem Wiederanpfiff setzte sich der KGV im Zentrum fest und wurde nicht wirklich attackiert. Das ermöglichte einen langen und gezielten Pass in den Strafraum, wo Karsten zwar zur Stelle war, aber den Gegner nur stellen konnte. Kevin folgte zur Unterstützung und stellte sich vor seinen Keeper und hinter den Stürmer. Dieser schoss den Ball aufs Tor. Der Ball kullerte an Kevin und Marco vorbei. Marco sah den Ball aufgrund Kevins Masse viel zu spät- ein ärgerliches und dummes Gegentor (aber diese waren in der Saison eh an der Tagesordnung). Die Vorderleute verpassten es, frühzeitig Druck aufzubauen und dadurch wurde man sofort bestraft. Der erste Torschuss des Gegners war damit drin. Danach passierte nicht mehr viel. Beide Teams kamen immer mal an den Strafraum, mehr aber nicht. Es war kein gutes Spiel, aber bis dato reichte es. In der 44. Minute konnte sich Phil zentral durchsetzen und war alleine mit dem Ball unterwegs zum Tor. Normalerweise sind diese Situationen zu einfach für ihn und jeder wusste schon, dass er den nicht macht. Zur Überraschung behielt er die Nerven und verwandelte eiskalt zum 2:1, womit es in die Pause ging.

In der Pause versuchte man an den richtigen Schrauben zu drehen, um den Sieg mitzunehmen. Ich kann hier schon verraten, dass man sie nicht wirklich gefunden hat. Das bewies man nur 3 Minuten nach Anpfiff der zweiten Hälfte. Es war der Moment, wo jeder erkennen musste, dass Kevin ein eiskalter Stürmer ist und Torgefahr pur ausstrahlt. Nachdem der Ball vom Gegner gesichert wurde und in der Abwehrreihe umging, bekam Kevin einen hohen Pass zugespielt. Kevin, der paar Meter vor dem Elfmeterpunkt stand, hätte genug Zeit gehabt, um den Ball anzunehmen. Doch er wollte das Spiel direkt schnell machen, nahm den Ball direkt aus der Luft und schoss die Pille nach vorne. Ja, das dachten wir alle. Manchmal ist vorne aber hinten und manchmal trifft man auch den Ball nicht richtig- ich weiß wovon ich rede. Jedenfalls erwischte er denn Ball so ungünstig, dass der Ball mit viel Eigenspinn nach hinten ging und Richtung Marcos Tor hüpfte. Marco genoss das Wetter und überlegte sich was er heute noch so macht, bevor er irritiert nach vorne blickte. Damit hat natürlich niemand gerechnet und so versuchte er den Ball aufzuhalten, was auch funktioniert hätte, wenn der Ball nicht nochmal im Fünfmeterraum aufgekommen wäre und mit dem Spinn Richtung Pfosten ginge. Marco sprang vergeblich und der Ball landete im eigenen Netz. Der Fischer gefangen im eigenen Fischernetz. Am Ende war es eine lustige und traurige Szene zugleich und der Auftakt zur Niederlage. Tja, ab diesen Zeitpunkt gab es den FC nur noch körperlich auf dem Platz. Kommunikation, Einsatz, Hoffnung und der Wille zum Sieg blieben ebenfalls in Marcos Tor. Sinnbildlich dafür war das 2:3 für den KGV. Ein einfacher und harmloser Flachpass konnte nicht von Sven abgefangen werden. Die Jungs dahinter rechneten nicht damit und der Stürmer freute sich. Dieser stand nämlich nun frei vor Marcos Kasten. Kompromisslos hämmerte er das Ding in die Maschen- da war nichts zu halten. Nun rannte der FC nur noch als Zombiefraktion über den Platz. Man kann hier froh sein, dass der Gegner nicht kaltschnäuzig genug war, um mehr Tore zu erzielen. In der 75. Minute musste dann noch Phil vom Platz, da er sich verbal bei dem gegnerischen Torhüter bedankte. Dieser rannte aus seinen Strafraum raus, um den langen Ball auf Phil abzufangen. Zwar gelang ihm das auch, aber mit dem hohen Tempo und Risiko hätte es auch ganz böse ausgehen können. Phil, der bekannt ist für seine impulsive Art, erzählte ihm höchst freundlich was er davon hält. Ich bin mir sicher, dass er das Wort „Bastard“ nicht so toll fand. Der Schiri zeigte Phil die rote Karte und damit durfte er vom Platz. Auch der Torwart bekam die gelbe Karte für ein gefährliches Spiel. Seltsamerweise gab er nur einen Einwurf, anstatt einen Freistoß. Jeder wunderte sich, aber das Spiel ging weiter. In der 80. Minute kam noch Yoshi zum Einsatz. Die hatte defensiv noch starke Szenen zu bieten. Neben Sascha und Markus war sie der auffälligste Spieler im lila Dress. Buercelona machten hinten nun auf und warf alles nach vorne. Man hoffte jetzt auf einen Lucky Punch. Hinten waren dadurch viele Räume frei und natürlich konterte der KGV nun. Yoshi lief oft dazwischen und fing wichtige Bälle ab und auch Markus und Kevin standen oft richtig. Es folgten nun viele Distanzschüsse, die Marco hatte oder die über den Kasten ging. Immer wieder spielte man lange Bälle, um dem KGV noch einen Punkt zu entlocken, aber am Ende reichte es nicht. Der FC lies den Kopf zu schnell sinken und spielte 30 Minuten nur die zweite Geige. 

 In der aktuellen HFG-Saison sind noch zwei Spiele zu spielen. Am 21.10. trifft der FC auf den Tabellenführer und am 04.11. geht es gegen Inter Ludwig, gegen den man nun seit 5 Spiele ohne Sieg ist. Es bleibt abzuwarten, wie die Mannschaft diesen Spielen begegnen wird und wie es nächstes Jahr mit der HFG weiter geht. Zurzeit steht es nicht so gut um die HFG. Zu viele Mannschaften haben sich abgemeldet und zu wenig neue Teams zeigen Interesse an der Hobbyliga. Das war es soweit von mir. Ja, ich weiß, ein kurzer Bericht sieht anders aus.

 

In diesem Sinne, eine schöne Woche und bleibt gesund. Euer Marco.

 

Bester Spieler

 

 

Verfasser: Marco Steinert
Fotos: Kerstin & Marco Steinert

 

 

   
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