Der FC sucht weiter das Erfolgsrezept


Die Wetterlage hatte sich beruhigt und der Platz war Spielbereit. In der letzten Saison hatte man einige Probleme am Wacker, aber das wollte man nun ändern. Es ging gegen den KGV Grullbad, gegen den man schon einige positive Erinnerungen mitnehmen konnte. Das letzte Ligaspiel konnte der FC mit 2:1 für sich entscheiden. Die Personallage war leider nicht optimal, trotzdem konnte man auf einen guten Kader zurückgreifen. Christopher Boße gab außerdem sein Debüt für den FC Buercelona und stand somit seinen alten Verein gegenüber.

Die Mannschaften begrüßten sich und der Schiedsrichter pfiff die Partie an. Der FC dufte den Anstoß ausführen und sollte diesen gleich entscheidend nutzen. Es waren nämlich keine 30 Sekunden gespielt und die Jungs in Grau durften schon jubeln. Nach dem Anstoß kombinierten sich Phil und Sascha nach vorne. Der KGV lief nur hinterher und wirkte schläfrig. Das nutzte Sascha für einen Pass in den Lauf, der durch Phil mustergültig mitgenommen wurde. Die Abwehrreihe kam nicht hinterher, dadurch hatte Phil nur noch den gegnerischen Torwart vor sich. Phil blieb cool und schob den Ball unten rechts am Pfosten ein. Sein zweites Spiel nach seiner Rückkehr und schon eine Vorlage und ein Treffer auf dem Konto. In der Folge tat sich der KGV schwer und wirkte schläfrig. Marco hatte in der ersten Halbzeit nicht viel zu tun. Er hatte lediglich Standards gegen sich, die er entschärfen konnte. Die neuformierte Abwehr, mit Boße und Markus in der zentralen, standen ebenfalls souverän. Boße zeigte ein sehr gutes Spiel und war mit seinem Stellungsspiel ein Fels in der Brandung. Chris, der sich erheblich zum letzten Spiel steigerte, ließ nichts anbrennen und war diesmal hellwach. Basti war erneut als Rechtsverteidiger aufgestellt und überzeugte auch diesmal mit einer abgeklärten Abwehrarbeit. Das Spiel war kein Augenschmaus, aber die Führung war nicht unbedingt unverdient. Man stand hinten souverän und konnte den Gegner gut in Schach halten. Der FC brachte in der Folge aber auch nichts zwingendes auf das gegnerische Tor. Immer wieder verpasste man es sich offensiv durchzusetzen, weshalb ein frühes und klares Zeichen nicht gesetzt werden konnte. Das 1:0 war ein trügerisches Ergebnis, was sich jederzeit ändern konnte. Obwohl man mit einer offensiven Aufstellung agierte, konnten Phil, Marcel und Sascha keine zwingenden Situationen aufs Tor generieren. Somit ging es dann auch pünktlich in die Halbzeit.

Jetzt kam das zweite Gesicht des FCs zu Tage. Zu oft hatte man schon zwei grundverschiedene Halbzeiten gezeigt und sich somit um die Punkte gebracht. Natürlich wurde der KGV nun offensiver und stand auch hinten stabiler. Buercelona tat sich schwer ins Spiel zu finden und wurde durch das frühe Pressing zu Fehlern gezwungen. In der Folge gab es immer weniger angenommene Zweikämpfe und Passstafetten. Der Ball wurde fast nur noch geschlagen und die Abwehr stand unter permanenten Druck. Im Fokus stand aber nun auch der Schiedsrichter, der innerhalb von wenigen Minuten mehrere fragwürdige Entscheidungen durchwinkte. Nach einem langen Ball des KGVs rannte Marco aus dem Tor, um den Ball abzufangen. Der Ball war schnell und näherte sich der Torauslinie. Der gegnerische Stürmer versuchte ebenfalls das Leder zu bekommen, doch Marco war schneller. Marco stellte sich zwischen Gegner und Ball und stoppte den Ball mit der Hand im Strafraum. Da er den Ball nicht sichern konnte, weil er zu schnell war und somit den Strafraum verlassen musste, musste er nochmal den Rückwärtsgang einlegen, um den Ball dann endgültig im Strafraum zu sichern. Keiner reklamierte oder war verwundert und deswegen ging jeder von der Fortsetzung der Partie aus, doch der Schiri pfiff die Situation ab und gab den KGV einen Freistoß. Marco konnte es nicht glaube und auch der Gegner war verwundert. Der Schiedsrichter argumentierte mit Verlassen des Strafraums mit dem Ball, aber das war nicht der Fall. Der Ball befand sich eindeutig im Strafraum und wurde ordnungsgemäß aufgenommen. Der Gegner, der die Entscheidung ebenfalls nicht verstand, nahm den Freistoß dankend an. Leider ist trotz der selben Sichtweise kein Fairplay zu erwarten. Streng genommen hätte Marco auch die gelbe Karte sehen müssen, da er außerhalb des Strafraums den Ball mit der Hand gespielt hatte. Ohne Gelbe Karte für Marco aber mit Freistoß für den KGV ging es weiter. Die nächste fragwürdige Entscheidung sollte nicht lange auf sich warten. Der anstehende Freistoß fand den Weg in den Strafraum und konnte erst geklärt werden. Erneut spielte der KGV den Ball in den Strafraum. Auf der Höhe des Elfmeterpunktes stand ein Pulk von Spielern, die alle die Hereingabe erwarteten. Einer der gegnerischen Spieler ging rückwärts und rempelte dabei Markus an, der lediglich den Mann stellte. Der folgende Aufschrei des Stürmers wurde vom Schiedsrichter aufgenommen und als Elfmeter bewertet. Auch hier gab es keine grobe Unsportlichkeit oder Foul, was für eine Bestrafung ausreichend gewesen wäre. Wieder Verwunderung und Fragezeichen über den Köpfen der Leute. Der Schiedsrichter ließ sich erneut nicht auf eine Diskussion ein und gab den Elfmeter. Der Schütze trat an und Marco machte sich bereit. Der Keeper stand lange und wählte rechtzeitig seine rechte Seite. Der Schütze hatte das gleiche Ziel und somit konnte Marco den halbhohen Ball parieren. Es war nicht der erste Elfmeter den er halten konnte, aber die Freude sollte nicht lange anhalten. Der Ball ging ins aus und der KGV durfte den Einwurf ausführen. Danach gab es eine Hereingabe zum Strafraumrand, wo erneut Stürmer und Verteidiger um den Ball kämpften. Der zweite Ball ging verloren und kullerte aus der Ansammlung von Spielern heraus. Der gegnerische Stürmer erkannte die Situation blitzschnell und kam als erster an den Ball. Er fackelte nicht lange und haute den Ball in den linken knick. Der FC Keeper war zwar schon unterwegs, aber gegen den Schuss konnte er nichts mehr machen.

Der Ausgleichstreffer war nicht unverdient, da Grullbad mehr für das Spiel getan hatte. Trotzdem bleibt ein bitterer Beigeschmack, denn der Schiedsrichter war nicht unbeteiligt daran. Der FC versuchte weiter die Stabilität und Aggressivität zu finden, um somit wieder ins Spiel zurück zu kommen. In der 61. Spielminute kam dann Kevin für Boße aufs Feld, der bis Dato ein super Spiel gemacht hatte. Nur 4. Minuten später gab es den nächsten Schock für den FC. Wieder ging es über links außen und Chris hatte mehrere Gegner vor sich. Die ließen Chris keine Chance und spielten ihn aus. Der gegnerische Stürmer kam von links außen in den Strafraum und konnte nicht mehr gestellt werden. Sein Schuss ging diesmal in den anderen Knick und ließ Marco erneute keine Chance zur Abwehr. Ein schöner Schlenzer und zur Abwechslung ein Treffer ohne Schiedsrichtereinfluss. Danach war die Luft raus und der FC war total von der Rolle. Henni brachte dann von außen noch Kim, um das Spiel wieder anzukurbeln und zu stabilisieren, doch das brachte nicht den gewünschten Effekt. Der FC hatte nun doch noch eine Möglichkeit um was zählbares mitzunehmen. Aus dem Mittelfeld kam ein langer Ball Richtung Phil, der auf der linken Außenbahn davon zog. Der pfeilschnelle Stürmer ließ die gegnerische Abwehr hinter sich und näherte sich dem Keeper. Bevor er zum Abschluss ansetzen konnte, zog der Abwehrspieler das Foul und setzte Phil per Notbremse außer Gefecht. Der Schiedsrichter zeigte direkt auf den Elfmeterpunkt und suchte seine Karte. Die Situation war Glasklar und somit müsste es Rot geben, aber auch diesmal wurde man überrascht. Der Verteidiger bekam nur die gelbe Karte und konnte somit weiter machen. Der anstehende Elfmeter wurde nicht von unserem Standardexperten Kevin ausgeführt, sondern von Sascha. Sascha schnappte sich selbstbewusst den Ball und lief an. Der Keeper entschied sich schon früh für eine Ecke, doch Sascha haute den Ball 3 Meter über den Kasten. Blankes Entsetzen und der endgültige K.O. Schlag für die Jungs in Grau. Danach spielte nur noch der KGV und setzte in der 89. Minute das 3:1 Endergebnis. Wieder ging es über die linke Seite, nur diesmal konnte der Stürmer in aller Ruhe zum zweiten Pfosten flanken. Der mitgelaufene Stürmer stand bei der Ballabgabe im passiven Abseits. Basti konnte den Ball nur noch abfälschen und somit konnte der Stürmer den Ball über die Linie drücken. Auch hier griff der Schiedsrichter nicht ein und argumentierte mit damit, dass der Ball von Basti kam und somit alles korrekt gewesen ist. Nur eine Minute später war das Elend dann vorüber. Mit Wut und hängenden Köpfen ging es Richtung Bank. Zwar hat Grullbad wesentlich mehr für das Spiel getan, aber hat quasi nur ein reguläres Tor erzielt. Die fragwürdigen Entscheidungen spielten den KGV in die Karten und ließen die Mannschaft mit einer Niederlage zurück. Natürlich war die eigene Leistung und der verschossene Elfmeter ebenso ausschlaggebend.

Ein gebrauchter Sonntag und ein perfekter Fehlstart in den Ligabetrieb. Zwar stand die Abwehrreihe, wie zuvor gegen SG, viel besser als in der letzten Saison, trotzdem bleibt der Abstand vom Mittelfeld / Sturm zur Abwehr zu Groß. Die fehlende Bereitschaft als Team komplett zurück zu arbeiten und gemeinsam zu verteidigen, ermöglicht dem Gegner zu viele Räume. Auch die nicht frühe und richtige Umstellung des Systems spielt den Gegner oft in die Karten. Kommenden Sonntag geht es gegen Koffiebar Marl, die zur Zeit auch ihre Form suchen. Mit drei verlorenen Spielen und 13 Gegentreffer trifft man auf einen FC, der mit zwei Niederlagen gestartet ist. Lediglich die bessere Tordifferenz gibt ein wenig Hoffnung. Trotz des Kellerduells sollte man Koffiebar nicht unterschätzen. Im letzten Spiel verloren sie knapp gegen den amtierenden Meister Inter Ludwig. Der FC ist nun gefragt, denn es könnte ein wegweisendes Match werden und zeigen wie die Saison verlaufen wird.

 

 Euch eine schöne Woche und Hakuna Matata

 

Euer Marco

 

 

 

Jetzt den Spieler des Spiels wählen ! Die Wahl ist beendet !

 

 

 Ihr habt gewählt. Markus ist Spieler des Spiels.

 

 

Spielbericht: Marco Steinert
Fotos: Tobias Dumpe
Spieldaten: Tobias Dumpe

   
© ALLROUNDER