Der FC holt sich die 3 Punkte


Das erste Spiel auf dem Wacker stand an. In den letzten Jahren tat sich gerade hier der FC am schwersten. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass es den ein oder anderen an die Grenze des Erinnerungsvermögens bringt, wenn man an einen FC Sieg auf dem Wacker denkt. Die Personallage war das erste Mal seit Wochen nicht perfekt. Viele altgediente waren verhindert und daher ging der FC mit einer Rumpfcrew ins Rennen. Eine Systemumstellung, die Ausrichtung und richtige Interpretation der Positionen standen diesmal besonders im Fokus.

Punkt 11 Uhr ging es dann auch schon los. Der FC wirkte wach und sicher. Der Ball lief perfekt durch die eigenen Reihen und der KGV kam auch erst einmal nicht in Ballbesitz. Die Grauen kombinierten sich schon früh Richtung gegnerischem Tor und hatten auch die erste Halbchance. Die erste große Chance hatte jedoch Grullbad. Ein Angriff über die rechte Außenbahn wurde zur ersten Feuertaufe. Karsten, der das Nachsehen gegen den schnellen Außenspieler hatte, war aus dem Spiel. Das erste Duell ging dann an Marco und den Flügelflitzer. Der Keeper verkürzte den Winkel und blieb lange stehen. Der Gegenspieler entschied sich für den Schuss ins lange Eck, der von Marco pariert werden konnte. Eine wichtige Parade, die den Fehlstart verhinderte. Danach wirkte der FC noch wacher und zielstrebiger. Die Abstöße wurden größtenteils kurz ausgespielt, um im eigenen Ballbesitz zu bleiben und dadurch den Gegner mehr ins Laufen zu bekommen. Falls das nicht möglich war, führte Marco die Abstöße aus. JA, richtig gelesen ! MARCO ! Das funktionierte auch ziemlich gut. Nach einem Angriff durch die Zentrale konnte Kim am 16er zum Schuss ansetzen. Der Schuss konnte vom Keeper pariert, aber nicht gesichert werden. Pascal der nicht abschaltete, sondern am schnellsten regierte, ging sofort zum Ball. Jetzt wurde es wild und unübersichtlich. Pascal stand alleine vor dem Keeper und versuchte akribisch den Ball über die Linie zu stochern. Keeper und Abwehrspieler konnten die Situation nicht bereinigen wodurch der Ball hinter der Torlinie landete. Eingeleitet durch einen Distanzschuss und zu Ende geführt durch Wachsamkeit, was will man mehr? Dinge, die oft angesprochen und diesmal beherzigt wurden.

Pascal reihte sich damit erneut unter den Torschützen ein und vertrat Phil würdig, auch wenn die Spieltypen sehr verschieden sind. Danach spielte der FC selbstsicher auf und legte einen Gang zu. Nur 4 Minuten später jubelten die Grauen erneut. Ein Spielaufbau über die Abwehrreihe verlagerte sich schnell auf den linken Flügel, wo es mit schnellem Kombinationsspiel voran ging. Auf der Höhe des Anstoßpunktes wurde Kim bedient, der sofort schaltete und Sebo auf der rechten Außenbahn wahrnahm. Dieser sprintete im richtigen Augenblick los, wodurch Kim ihn mustergültig bedienen konnte. Der lange Ball ging perfekt durch die Schnittstelle und erreichte Sebo, der nun im Duell gegen den Keeper stand. Der Neuzugang blieb cool und erzielte seinen ersten Treffer für die Grauen. Ein schöner Spielzug und ein verdientes Tor für den FC. Damit war es aber noch nicht zu Ende. Nur 2 Minuten nach Wiederanpfiff fiel der nächste Treffer. Diesmal reihte sich ein seltenes Gesicht unter den Torschützen ein. Diesmal ging erneut ein Angriff über das Zentrum. Marcel spielte einen Pass auf Pascal, der den Ball durch ließ und damit Sascha in Szene setzte. Der profitierte dann von der mangelnden Ballannahme des Gegners und stahl sich mit dem Ball davon. Der alte Mann nahm seine über Jahrhunderte gesammelte Erfahrung zusammen und netzte eiskalt zu seinem ersten Saisontreffer ein.
3:0 nach 15 Minuten und JA, FÜR UNS !! Der KGV war nun verunsichert und versuchte in erster Linie hinten dicht zu machen. Das gelang ihnen auch ziemlich gut. Deswegen spielte sich nun mehr im Mittelfeld ab. Beide Mannschaften tasteten sich immer wieder mal an den Strafraum des anderen ran, aber wirklich gefährliche Aktionen gab es keine mehr. Der FC konnte mit gutem Passspiel und Ruhe am Ball glänzen und zeigte damit, dass es doch funktioniert. Bis zur Halbzeit passierte dann auch nicht mehr viel, weshalb man in die verdiente Pause gehen konnte.

In der Halbzeit überwiegte natürlich die Freude und Erleichterung. Man zeigte eine disziplinierte erste Hälfte, in der viel von dem umgesetzt wurde, was man vorher angesprochen hatte. Es schien also alles von selbst zu laufen, was dann aber natürlich nicht so sein sollte. Ein wenig unkonzentriert ging es dann in die letzten 45 Minuten.

Die fing denkbar ungünstig an. In der 46. Spielminute spielte Yoshi einen gefährlich halbhohen Ball ins Zentrum. Der Gegenspieler profitierte von diesem guten Pass und schaltete gleich auf Attacke. Die Jungs, die geistig noch nicht wirklich auf dem Platz waren, waren völlig überrascht. Bevor man den Gegner richtig stellen konnte, steckte der Gegner auch schon den Ball durch die Abwehrreihe durch. Der hineinlaufende Stürmer fackelte nicht lange und setzte zum Schuss an. Marco, der aus 5 Meter den satten Schuss blocken konnte, ging unglücklich aus. Der Ball prallte vom Bein hinter den Keeper über die Torlinie. Der Gegentreffer kam wie aus dem nichts und sollte damit eine Drangphase des KGV einleiten. Auf einmal war die Sicherheit weg und man agierte nicht mehr so ruhig und souverän. Viele Bälle wurden nun aus der eigenen Hälfte rausgeschlagen oder leichtsinnig verloren. Die fehlende Leichtigkeit war spürbar und setzte die Abwehr nun mehr unter Druck. Der FC musste sich nun mit dem ein oder anderen Foulspiel helfen und war offensiv nicht mehr zu sehen. In der 60. Spielminute versuchte es der KGV über die linke Seite. Der Flügelspieler konnte durch Basti und Bosse gestellt werden, aber der Schiri entschied auf Foulspiel von Grau. Bittere Entscheidung, denn weder der Gegner noch der FC rechneten mit einem Pfiff. Der Freistoße wurde aus 20 Meter auf halblinker Position ausgeführt. Der Schütze schickte den Ball zum zweiten Pfosten, wo beide Teams hin liefen. Der gegnerische Stürmer wurde nicht energisch genug gestört und setzte zu einem wuchtigen Kopfball an. Der war so perfekt, dass er sein Ziel im langen Eck fand. Für Marco keine Chance. Der Keeper konnte dem Ball nur noch hinterher schauen. Wieder lies der FC seine Standardschwäche aufblitzen und riskierte nun einen Punkteverlust.

Der FC blieb ruhig und zeigte Moral, doch man merkte die Verunsicherung. Die Abstände wurden nun größer und die Lücken breiter. Der KGV setzte nun auf Pressing und versuchte es permanent über die schnellen Flügelspieler. Für den FC wurde es immer mehr zu einem Kampfspiel. Die letzten 15 Minute wurden zum Showdown, wo beide Mannschaften die Entscheidung auf dem Fuß hatten. Der KGV erhöhte nun die Schlagzahl und kam immer wieder überfallartig in den Strafraum. Die Abwehr musste sich neu formieren und überließ Grullbad die Außenbahn, wo der gegnerische Spieler ohne Gegenwehr in den Strafraum rücken konnte. Eine Flanke von der rechten Außenlinie flog perfekt zum heranlaufenden Stürmer. Die Innenverteidiger konnten den Stürmer stellen und damit die Ballannahme verhindern. Doch im Rückraum kam schon der nächste Gegenspieler angerannt. Leon, der mit einem riesen Sprint zurück in den Strafraum rannte, konnte den Ball vor dem Gegenspieler ins Toraus klären. Eine wichtige Aktion, denn sonst hätte er freie Fahrt gehabt. Die Ecke brachte dann nicht viel ein. Nun hatte der FC die beste Chance für den K.O.-Schlag. Mit einem langen Ball über den rechten Flügel konnte Sascha in Szene gesetzt werden. Sascha gewann das Laufduell gegen den gegnerischen Verteidiger und spielte auf Höhe der Strafraumgrenze einen Querpass auf die heranlaufenden Mitspieler. Im Zentrum standen Marcel und Pascal, gefolgt von einem Innenverteidiger. Pascal kam in Ballbesitz und stoppte kurz ab. Mit einer kleinen Drehung legte er sich den Ball auf den linken Fuß und zog direkt ab. Der Ball flog perfekt in Richtung des linken Torecks. Der anschließende laute Knall sollte aber nicht die Erlösung bedeuten. Das Lattenkreuz war im Weg und verhinderte das Doppelpack. Die Grauen packten sich ungläubig an den Kopf und wollten es nicht wahrhaben. Die letzte gefährliche Aktion gehörte dann Grullbad. Quasi im Gegenzug starteten die Grünen einen Angriff über das Zentrum. Der gegnerische Stürmer wurden dann schnell vorm 16er gestellt. Dieser setzte zum Distanzschuss an. Der halbhohe Ball passierte die ersten Spieler und machte sich in Richtung des linken Pfostens. Marco war schon unterwegs, als der Ball von einem weiteren Gegenspieler an der Strafraumgrenze abgefälscht wurde. Der Ball schlug jetzt genau die entgegengesetzte Richtung ein. Das Leder erwischte den Keeper auf dem völlig falschen Fuß. Marco stoppte noch rechtzeitig und verlagerte gerade noch passend die Seite, um den Ball am Pfosten vorbei zu lenken. Der Keeper wendete damit das Unentschieden ab und ließ den Gedanken an den Sieg am Leben. Auch die kommende Ecke war ungefährlich. Dann passierte auch nicht mehr viel. Der Schiri beendete die Partie und der FC ging als Sieger vom Platz.

Die Spieler waren happy und freuten sich riesig über diesen Coup. Am Ende war es ein spannendes Match, was unter der Kategorie Arbeitssieg zu verbuchen ist. Mal wieder zeigte man zwei verschiedene Gesichter. Die Suche nach dem System kann man erst einmal beenden, aber die Suche nach der Konstanz muss fortgesetzt werden.  Unterm Strich kann man aber mehr als stolz sein. Wenn man die Möglichkeiten des Kaders und die Umsetzung des neuen Systems betrachtet, ist dieser Spieltag ein Erfolg auf ganzer Linie. Nächste Woche geht es gegen Koffiebar, die zuletzt zurück in die Spur gefunden haben und damit nicht unterschätzt werden dürfen.

 

Ich wünsche euch eine schöne Woche. In diesem Sinne, Hakuna Matata.

 

Jetzt den Spieler des Spiels wählen ! Die Wahl ist beendet !

 Ihr habt gewählt. Kim ist der Spieler des Spiels.

 

 

Spielbericht: Marco & Kerstin Steinert
Fotos: Tobias Dumpe
Spieldaten: Tobias Dumpe

   
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